Zeitverschwendung

michael | Geld,Mexiko,Michael meint...,Zeit | 2010-03-01 |

Es entspricht meiner Überzeugung dass jede Person nur eine bestimmte Anzahl Lebensstunden zur Verfügung hat.
Wenn die Zeit kommt zu sterben, dann stirbt man. Es ist unmöglich auch nur eine Sekunde dazu zu kaufen.

Geld kann man verlieren und auch wieder gewinnen. Verlorene Zeit ist unwiederbringlich verloren.
Zeit ist Geld” ist eine besonders trügerische Lüge.

Gott sei Dank können wir jedoch selbst über unsere Zeit bestimmen, auch wenn es manchmal ganz und gar nicht danach aussieht.

In Mexiko ist Pünktlichkeit eine Ausnahme und nicht die Regel. Auch auf das Nichterscheinen des Terminpartners muss man sich einstellen. Man wird oft ohne Vorwarnung einfach versetzt; das ist nicht die Regel aber es kommt häufig vor.

Es ist Lebenswichtig mit der eigenen Zeit weise umzugehen und es ist eine menschliche Pflicht die Zeit des Nächsten zu respektieren.
Wer möchte denn schon gerne in seinem Sterbebett liegen und auf ein verschwendetes Leben zurückschauen?

Das Beste was man mit der Zeit anfangen kann ist: sie investieren. Investiere Zeit in dich selbst und in deinen Nächsten.

Hier die wichtigsten Zeit-Tipps für Wartezeiten:

  • Habe immer ein Buch oder ein Hörbuch bei dir falls du wieder einmal eine Wartezeit überbrücken musst. Hörbücher oder Audiomagazine eignen sich besonders für Autofahrten und besonders für Verkehrsstaus.
  • Bestätige nochmals den vereinbarten Termin mit deinem Terminpartner bevor du dich auf dem Weg machst.
  • Nimm dir Arbeit für unterwegs mit.
  • Warte nicht länger als 20 Minuten auf deinen Terminpartner.

Ich spüre schon den Gegenwind zum letzten Tipp, aber der geht tiefer als man es auf den ersten Blick sehen kann.

Wenn dich dein Terminpartner, besonders wenn es ich um einen potentiellen Kunden handelt, deine Zeit nicht respektiert, dann wird er höchstwahrscheinlich auch keine Absprachen und keine Zahlungsziele respektieren.
Falls du in der glücklichen Lage bist dir deine Kunden aussuchen zu dürfen, dann überlasse diese Art Kunden lieber der Konkurrenz. Und falls du noch nicht in der Lage bist, dir deine Kunden aussuchen zu dürfen, dann fang sofort damit an daran zu arbeiten, es sei denn du möchtest auch in Zukunft deinen Kunden keine Lösungen anbieten sondern nur nach Arbeit anbetteln.

“Ohne Korruption bekommt meine Familie nichts zu essen”

michael | Mexiko,Michael meint...,politik | 2009-11-27 |

Polizei Pyramide

Eine Studie hat herausgefunden, dass 93,6% der mexikanischen Polizisten nicht genug verdienen um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. So liegt, z.B. im Bundesstaat Veracruz, der monatliche Durchschnittslohn eines Polizisten bei 3 154 MXN (162 EUR).

Das würde die Korruption auf jeden Fall erklären… und sogar Verständnis dafür hervorrufen.

Allerdings frage ich mich dann aus welchen Grund jemand in Mexiko sich für den Polizeiberuf überhaupt bewirbt.

Wenn man jedoch die täglichen Bestechungs-Einnahmen hochrechnet, welche ich auf ca. 2 000 MXN pro Tag schätze, dann kommt auf 40 000 MXN (2 049 EUR) pro Monat… steuerfrei natürlich.

Mexikanische Polizisten müssten demnach reiche Leute sein, wenn da nicht die Polizei-Pyramide wäre. Jeder dieser Polizisten muss seinen “Zehnten” an seinen Boss abgeben und dieser wiederum an seinen Boss und so weiter und so fort bis in die dichten Nebel der mexikanischen Führungsseilschaften.

Laut Transparency International ist Mexico auf der Korruptionsliste, im Vergleich zum Vorjahr, vom Platz 72 um 17 Plätze auf Platz 89 abgestiegen.

Politiker im Alltag live erleben

michael | Mexiko,Michael meint...,politik | 2009-11-26 |

Ich sitze gerade im Italian Coffee und belege wieder mein Lieblingsplatz im Obergeschoss.

Nebenan sitzt ein Politiker mit seinem Chauffeur. Sein Auto (SUV) belegt zwei Parkplätzen und der ehrwürdige Herr Politiker raucht… Raucherschutzgesetz hin oder her… who cares…

Politiker und Drogenbosse haben in Mexiko etwas gemeinsam:
Beide stehen über den Gesetzen.

Ich sitze lieber mal zur Abwechslung im Untergeschoss und halte meinen Mund… der Kinder zuliebe.

Das Internet Manifest

michael | Michael meint... | 2009-09-07 |

Internet Manifest

Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.

  1. Das Internet ist anders.
  2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.
  3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.
  4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.
  5. Das Internet ist der Sieg der Information.
  6. Das Internet verändert verbessert den Journalismus.
  7. Das Netz verlangt Vernetzung.
  8. Links lohnen, Zitate zieren.
  9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.
  10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.
  11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.
  12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.
  13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.
  14. Das Internet kennt viele Währungen.
  15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.
  16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.
  17. Alle für alle.

Vollständiger Text unter www.internet-manifest.de

P.D.:
Dieser Artikel wurde im Bus auf dem Weg nach Cuernavaca geschrieben. Internetverbindung gibt es auch im Bus.
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