“Spätestens im Frühling 2010 kommt der Amero” und viel mehr Unsinn ist dort zu lesen.
Wenn ich an die DM-Euro-Umstellung zurückdenke, war da eine sehr, sehr, sehr lange Vorbereitungszeit und eine perfekte logistische Planung notwendig.
Als ob die Mexikaner fähig wären in so kurzer Zeit den Peso durch den Amero zu ersetzen! Perfekte logistische Planung ist in Mexiko Wunschdenken. Allein diese Tatsache sollte doch jeden klar machen dass es noch Ewigkeiten bis zum Amero dauern könnte… falls der Amero überhaupt jemals kommt.
Selbst der Pejeloco hat sich noch gar nicht gegen bzw. zu den Amero geäußert. Er findet ja sonst immer irgendwelche fiktive Gründe das Volk zu blockieren versammeln. Das sollte wohl der endgültige Beweis dafür sein, das die ganze Amero-Geschichte nichts weiteres als ein blöder Witz ist.
Es gab viele Gerüchte um den Amero. Spätestens als sich der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox bei einem Interview verplapperte, gab es etwas mehr Gewissheit über den Amero.
Und hier ist er:
Laut CIA World Factbook haben die Länder dieser Welt einen aktuellen Kontostand. Was auch immer das bedeuten soll, sind die Zahlen nichtsdestotrotz sehr interessant.
Anbei ein kleiner Ausschnitt:
Platz 1.:
China
363 300 000 000 USD
Platz 3.:
Deutschland
185 100 000 000 USD
Platz 143.:
Mexiko
-5 414 000 000 USD
Platz 164.:
USA
-747 100 000 000 USD
Die USA belegen den letzten Platz auf der Liste.
Wie war das nochmal mit der androhenden Rezession in USA?
P.S.:
Ist das CIA World Factbook eigentlich eine Art Wikipedia für Spione?
Der US-Kreditkartenanbieter Visa geht an die Börse. Das ist der größte Börsengang der US-Geschichte. Der IPO wird mindestens 18 Milliarden Dollar einbringen.
Nach der Hypothekenkrise folgt in den USA die Kreditkartenkrise. Visa wird den Erlös aus dem Börsengang wahrscheinlich auch nötig haben.
Das Kreditkartengeschäft läuft in USA ganz anders ab als in Deutschland.
In Deutschland ist die Bezahlung mit der Kreditkarte eigentlich ein Kredit auf 30 Tage. Nach 30 Tagen muss der volle Kreditbetrag vollständig bezahlt werden, bzw. der Betrag wird automatisch und vollständig vom Konto abgebucht.
In den USA und Mexiko ist man nicht dazu verpflichtet den vollständigen Kreditbetrag zu bezahlen, sondern man hat auch die Wahl einen monatlichen Mindestbetrag plus Zinsen zu bezahlen. Zum Beispiel kann man $ 10 000 MXN ausgeben und monatlich den Betrag dann in monatlichen Raten von jeweils $ 1 000 MXN oder weniger abbezahlen.
Der Mindestbetrag und die Zinsen variieren selbstverständlich von Kreditkartenanbieter zu Kreditkartenanbieter. So kann es auch mal vorkommen, dass die Abzahlung von $ 10 000 MXN mit den monatlichen Mindestbeträge bis zu 10 Jahre dauern kann.
Mit dieser US-Amerikanischen Kreditkartenpraxis im Sinn, kann man sich mit etwas gesunden Menschenverstand die Ausmaße der bevorstehenden Kreditkartenkrise ausmalen.